Erhabene Gesellschaft der Magie und Imaginärwelten: Unterschied zwischen den Versionen
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Gastones Wirtschaftssystem erfüllte zwar seinen Zweck, doch mit dem Anwachsen der Menge aktiver Mitglieder in der Gesellschaft wurde der notwendige Verwaltungsaufwand im Lauf der Jahrzehnte zunehmend untragbar. Jede Aktivität, ob wirtschaftlich oder wissenschaftlich, musste mühsam geprüft werden, um ihre Zulässigkeit bzw. die ihr zustehenden Gelder zu ermitteln. Das war im Sinne der Geheimhaltung zum Teil sogar erwünscht, aber gewisse Aufwände wie die penible Ermittlung des voraussichtlichen Geldbedarfs pro Aktivität nahmen eindeutig zu viel Zeit ein. Deshalb arbeitete der von diesen Aufwänden geplagte Wirtschaftsrat ein Konzept von der Optimierung dieser Prozesse dienlichen Anpassungen am finanziellen System aus und legte dieses 1811 dem Obersten Rat vor. Der wohl radikalste Aspekt war dabei der Wechsel von zentral ausgegebenen Förderungen und kostenfreier Nutzung interner Ressourcen auf ein internes Wirtschaftssystem im klassischen Stil, bei dem aktive Mitglieder in festem Maß für ihre Arbeit entlohnt wurden und dieses Geld auch im Handel mit Waren und Dienstleistungen innerhalb der Gesellschaft benutzen konnten. Allen voran brachte dies folgende Vorteile: Die mühsame fallweise Kostenprüfung wurde durch die fixe Bezahlung in den meisten Fällen, mit Ausnahme besonders großer und teurer Operationen, überflüssig, es würde eine offizielle Möglichkeit organischer Geldflüsse zwischen Mitgliedern ohne aktives Zutun (und damit verbundenem Zeitaufwand) des Wirtschaftsrates geschaffen, und die Gesellschaft konnte einen Teil der an ihre Mitglieder ausgezahlten Mittel über den Verkauf der eigenen Ressourcen wieder einnehmen. | |||
Die Umsetzung des neuen Systems geschah mit der Einführung des [[Esmon]] als interner Währung, wertgleich mit dem US-Dollar. In einem ersten Schritt wurde schon 1812 die Währung an sich etabliert und in Form eines monatlichen Grundgehalts an die aktiven Mitglieder verteilt, gleichzeitig wurden Güter und Dienstleistungen, die von der Gesellschaft als Organisation oder von ausgewählten produktiven Mitgliedern angeboten wurden, mit Esmon-Preisen versehen. Im Laufe der folgenden Jahre befasste der Wirtschaftsrat sich dann mit der Justierung des Gehalts nach Tätigkeiten, während die Wirtschaft um den Esmon sich durch Interaktion zwischen den Mitgliedern verfestigte. Ende 1818 galt dieser Prozess als abgeschlossen und die fallweise Finanzierung von Forschungsaktivitäten wurde weitgehend eingestellt, die Aufgaben des Wirtschaftsrates beschränkten sich nun darauf, die Gefahrlosigkeit von Finanzierungsoperationen festzustellen und die in Esmon dotierten Preise und Gehälter regelmäßig an den aktuellen Kurs des Dollars anzupassen. | |||
Deutlich größer als die Umstellung innerhalb der Gesellschaft war jene, die zu dieser Zeit im 1. Kosmos im Gange war: Die industrielle Revolution. Die ansteigende maschinelle Unterstützung in Fertigungsprozessen war eine ungünstige Entwicklung für den Verkauf von mit Magie geschaffenen Gütern, denn die fundamentale Abhängigkeit der Magie vom menschlichen Geist machte sie kaum automatisierbar. Somit war es schwer, mit der neuen Produktivität des 1. Kosmos mitzuhalten, und der Bereich, auf dem Magier tatsächlich einen Vorteil hatten, reduzierte sich auf Produkte, deren Herstellung nur auf übernatürlichem Wege effektiv möglich war - hauptsächlich ausgefallene Luxusgüter. Beim Handel mit diesen bestand aber ein erhöhtes Risiko für die Geheimhaltung, denn die potentiellen Käufer solcher Raritäten neigten natürlich dazu, die Quelle genauer unter die Lupe zu nehmen. Glücklicherweise bot sich durch die industrielle Revolution selbst auch ein Ausweg, denn im 1. Kosmos war für den Maschinenbau ein gewaltiger Eisenbedarf entstanden, und die Gewinnung des Rohstoffs aus Erz war logistischen Grenzen wie der Beschaffung des Brennstoffs für Hochöfen unterworfen. Magier hingegen konnten das wertvolle Metall mit etwas Anstrengung ganz ohne Hitze aus dem Gestein extrahieren, und so etablierte die Verarbeitung von Eisenerz - sowohl aus dem 1. Kosmos stammendes als auch selbst im 4. Kosmos abgebautes - sich als zentrale Finanzierungsmethode in der neuen Welt der Fabriken und Maschinen. Eine andere Auswirkung der industriellen Revolution war, dass die neuen Technologien natürlich auch in der Gesellschaft Anwendung fanden, zum Beispiel in Form der [[First Alian Railway]], die den Bewohnern des 4. Kosmos die geographische Ausbreitung erleichterte. | |||
In der Magie war der maßgeblichste Durchbruch dieser fast ein Jahrhundert umspannenden Periode indes das erhöhte Verständnis über Licht und Dunkelheit sowie die Materie höherer Ordnung, die im Zusammenhang mit diesen Elementen steht. Wertvolle Erkenntnisse kamen einerseits aus den Forschungen des Neuzugangs [[William Thomson]] in den späten 1880er- und frühen 1890er-Jahren, die sich mit möglichen Nutzungen von Licht- und Dunkelheitsmagie beschäftigten, als auch aus sich nach und nach ansammelnden Entdeckungen von Materie 2. Ordnung für die verbleibenden vier Elemente. Mit dem anwachsenden Kenntnisstand keimten auch vereinzelt für die Finanzierung relevante Ideen auf, bevor diese jedoch in die Tat umgesetzt werden konnten, brach schlagartig das nächste Zeitalter für die Wirtschaft der Magischen Gesellschaft an. | |||
=== 1894 - 1947 === | === 1894 - 1947 === | ||