Chrysopoeia

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Chrysopoeia, die Herstellung von Gold, ist sowohl im materiellen als auch im spirituellen Sinne ein klassisches Ziel der Alchemie. Auf materieller Ebene wurde dieses auch tatsächlich durch Einsatz von Magie bereits im frühen 20. Jahrhundert in begrenztem Ausmaß erreicht, im 21. Jahrhundert sogar mit rein naturwissenschaftlichen Methoden.

Geschichte

Mit der künstlichen Herstellung von Gold, in der Regel auf Basis unedler Metalle wie Kupfer oder Blei, beschäftigten sich bereits antike Alchemisten wie Kleopatra und Zosimo. Diese Ambition hielt sich über die Jahrhunderte hinweg und entwickelte sich parallel zu einer Tradition spiritueller Transmutation und der Suche nach dem Stein der Weisen, doch als um 1780 die Magische Gesellschaft begann Form anzunehmen, eröffnete sich für die an ihr beteiligten Alchemisten ein völlig neuer Pfad zur Erfüllung des alten Traums. Schon früh regte sich die Idee, dass die magsichen Symbole, mit denen man Flammen aus dem Nichts erschaffen und Gestein ohne Berührung verformen konnte, auch das Potential für die Umwandlung eines Stoffes in einen anderen in sich tragen könnten. Allerdings beschränkten die tatsächlichen Fähigkeiten der Magier sich in diesen Tagen auf die grobe Manipulation bestehender Materie, weshalb dieses Thema vorerst reine Spekulation blieb.

Erste Hinweise darauf, dass es wirklich möglich sein könnte, ergaben sich Mitte des 19. Jahrhunderts aus der Beobachtung, dass beim Trennen von Feststoffen durch Manipulation über andersfarbige Erdsymbole teils chemisch leicht andere Substanzen entstanden, als sich im ursprünglichen Erz befunden hatten. Diese Veränderungen beschränkten sich jedoch auf solche, die zum Beispiel auch beim Erhitzen des Materials auftraten, womit sie nicht sofort einen Weg zu neuartigen Transmutationen wiesen. Jedoch machte um 1900 eine Forschungsgruppe, an der unter anderem <Neffe Thomson> und Gottfried Hertz beteiligt waren, die Entdeckung, dass eine Kombination aus Erd- und Lichtsymbolen in sehr geringen Mengen auch andere Umwandlungen hervorrufen konnte. Die Weiterentwicklung dieser Techniken führte nach einigen Jahrzehnten zur sogenannten Methode der "Erleuchtung", bei der Materie 2. Ordnung des Elements Licht erzeugt und mit der Eigenschaft versehen wurde, beim Kontakt mit bestimmten Metallen diese in Gold umzuwandeln. So gelang die erste magische Chrysopoeia in sichtbarem Maßstab, die notwendige Interpretation des benutzten Symbolpaares war jedoch so anspruchsvoll, dass nur ebenjene Wissenschaftler, die die Methode jahrelang studiert und entwickelt hatten, sie tatsächlich durchführen konnten. Selbst für diese war der Prozess langsam und erschöpfend, und der Magischen Gesellschaft mangelte es aufgrund ihres unangefochtenen Zugriffs auf Imaginärwelten nicht an Rohstoffen, also blieb es bei einem symbolischen Meilenstein.

<Weitere Verfeinerungen und Methoden bis hin zum Conroy-Modell>

Methoden

Erleuchtung

<Auf Basis herkömmlicher Magie; 2 Symbole, Licht + Erde - Materie 2. Ordnung bewirkt die Umwandlung des Metalls; nur von wenigen Experten beherrscht>

Teilchenbeschleuniger

<Bleikernen Protonen entreißen, um Goldkerne herzustellen>

Conroy-Modell

Eine magische Operation zur Chrysopoeia ausgehend von Blei fand sich als Beispiel in Douglas Conroys initialer Ausarbeitung seines fortschrittlichen Magiesystems, wurde jedoch erst später von Katharina Eisner in praktisch nutzbare Form gebracht.

Die Methode orientiert sich an der kernphysikalischen Art der Transmutation, die gezielt subatomare Partikel umverteilt, um das gewünschte Element zu erzeugen. Das verwendete Symbol gliedert sich in folgende Bestandteile:

  • Materialdefinition: Durch Anordnung individueller sechselementarer Symbole in konzentrischen Kreisen wird sowohl die mikroskopische Struktur des Blei als auch die enthaltenen Atome und deren Kerne identifiziert. Diese Verschachtelung ermöglicht den Fokus der Magie bis in derart kleine Bestandteile hinein.
  • Abfuhr von Restmaterie: Durch Gruppen von 3 bzw. 8 strichlierten Linien, die wiederum jeweils aus diversen periodisch wiederholten sechselementaren Symbolen bestehen, wird die Extraktion der entsprechenden Menge Elektronen, Protonen und Neutronen dargestellt. Je nach Ziel der Linien werden diese Bestandteile entweder frei in die Umgebung abgegeben oder aber in neue Atome <TODO: welche?> kombiniert.
  • Abfuhr von Restenergie: Die durch die Extraktion von Nukleonen freiwerdende Bindungsenergie <TODO: Oder müssen wir gar Energie zuführen, damit das wird?> wird über eine strichlierte Linie in die Bildung der neuen Atomkerne integriert, über eine andere wird der verbleibende Rest <TODO: ?> in Form einer Kugel elementaren Lichts freigesetzt. Ähnlich wird mit der Bindungsenergie der Elektronen verfahren, wobei der Überschuss dieser geringeren Menge <TODO: ?> einfach direkt als Wärme abgegeben wird.
  • Chrysopoeia: Eine feste, kurze Linie mittig unterhalb der Materialdefinition führt vom äußeren, das Blei im Großen darstellenden Ring zu einem aus anderen Symbolen geformten Ring, der für die Zielform Gold steht. Das bietet bei der Ausführung hilfreichen Kontext zu den diversen Einzeloperationen und bewirkt eine Anpassung der Kristallstruktur, um das gewonnene Hold etwas stabiler zu machen.

<Allgemeine Form & Ergebnis>