Eliheim/Federscherbe
Die Federscherbe ist ein auf Klisee gefundenes Objekt unbekannter Herkunft, das es erlaubt, eine direkte Verbindung mit dem Geist Eliheims aufzunehmen und dessen Hilfe zu erbitten.
Merkmale
Äußerlich erscheint die Scherbe als ein etwa 25 Zentimeter langes Stück raues, kristallartiges Glas in der ungefähren Form einer Feder. Die Oberfläche übersteht jegliche Gewalteinwirkung völlig unbeschadet, auch Hitze oder Chemikalien können ihr nichts anhaben. Ihre Färbung ist ein dunkles Orange, das im Dunkeln leicht von innen zu glühen scheint.
Funktionsweise
Die Federscherbe ist eine spezielle Manifestation der Flamme des Lebens, die eng mit Eliheims Bewusstsein verknüpft ist. Kommuniziert man auf magische Weise mit ihr, steht man daher in direktem Kontakt mit dem Avatar des Lebens selbst - eine Erfahrung, die für den Nutzer der Scherbe meist zu überwältigend ist, um lang erträglich zu sein, und von Eliheim nur entfernt wahrgenommen wird.
Ihre wahre Macht offenbart die Scherbe jedoch, wenn extrem starke Gefühlsregungen seitens des Nutzers es schaffen, den Größenunterschied zu überwinden und Eliheims Aufmerksamkeit zu erlangen. In solchen Fällen antwortet der Avatar und bietet die Erfüllung von an die Emotion geknüpften Wünschen an. Im Zuge dieses Vorgangs erstrahlt die Federscherbe in vielfach hellerem Licht und löst sich in reine Flamme des Lebens auf, um anderorts zu einer anderen Zeit wieder Form anzunehmen.
Da es zumindest für Menschen Gefühle wie Zorn und Trauer sind, die am leichtesten die notwendige Intensität erreichen, wird die Federscherbe von den Avataren Klisees als gefährliches Werkzeug zur Erfüllung zerstörerischer Wünsche betrachtet, auch wenn die Geschichte in dem Propheten mindestens ein Gegenbeispiel kennt.
Geschichte
Erste Beobachtungen der Scherbe reichen zurück in die Zeit des späten Schöpfungskrieges, als sie aufgrund ihrer Schönheit und übernatürlicher Stabilität wiederholt von den Untergebenen verschiedener Avatare in Anspruch genommen und geraubt wurde, ohne ihre wahre Natur zu erkennen. Letztendlich blieb sie in den schwer erreichbaren Tiefen einer Festung auf dem nördlichen Inseln zurück und wurde als wertvolles Artefakt zum Gegenstand von Legenden und Gerüchten.
Diese lockten in der Zeit vor der Rückkehr der Menschheit natürlich zahlreiche Schatzjäger auf den Plan, darunter auch eine Gruppe um jenen Mann, der später als Prophet bekannt werden würde. In einer Auseinandersetzung mit rivalisierenden Jägern im Herzen der Ruine gewann er zwar die Scherbe, verlor aber seinen Gefährten und Schüler, der ihm wie ein jüngerer Bruder gewesen war. Seine Gefühle in diesem Moment aktivierten erstmals in der Geschichte die Federscherbe und brachte ihn ins Gespräch mit Eliheim, aber bevor er seine ersten Rache- und Reueimpulse verwirklichen konnte, besann er sich auf seinen wahren Herzenswunsch, der in seinem Namen lag und für den auch sein gefallener Freund gekämpft hatte: eine bessere Zukunft. Auf diesen Wunsch verschwand die Feder in Flammen, die eine markante Narbe auf den Arm des Propheten brannten, und er fand sich plötzlich fähig, die Zukunft zu sehen.